Ultraschall beim Rind

admin am 16. Januar 2009

Die Zwischenkalbezeit sollte in einem optimal geführten Betrieb 13 Monate nicht überschreiten. Alle Züchter wissen genau, dass jeder Tag, an dem ein Tier über diese mittlere Güstzeit hinaus nicht tragend ist, viel Geld kostet.
Eine Optimierung der Brunstbeobachtung kann das verhindern und erlaubt ein frühzeitiges Erkennen der Nichtträchtigkeit.

Konventionelle Untersuchung contra Diagnostik mittels Ultraschall
Rektale TU können vom Tierarzt ab 42. Tag durchgeführt werden, während die Trächtigkeit mittels Ultraschall bereits ab der vierten Trächtigkeitswoche festgestellt bzw. ausgeschlossen werden kann. Eine nichttragende Kuh kann also mithilfe von Ultraschall bis zu 14 Tagen eher erkannt werden. TUs mit Ultraschall rentieren sich aber nur dann, wenn sie in ein- bis zweiwöchigem Rhythmus durchgeführt werden.

Nichtträchtigkeit – was tun?
Die frühe TU mittels Ultraschall ist nur dann sinnvoll, wenn im Falle der Nichtträchtigkeit eingegriffen wird und das Tier so schnell wie möglich wieder besamt wird.

Vorteile der Ultraschalluntersuchung:
• nichttragende Tiere werden früher erkannt
• Güstzeiten werden kürzer
• Genauere Zystendiagnostik

Nachteile der Ultraschalldiagnostik:
Der embryonale Fruchttod wird häufig als Gegenargument für die frühzeitige
Ultraschalldiagnostik angewendet. Zwischen dem 28. und 43. Tag nach der Besamung wird das Absterben der Frucht am häufigsten festgestellt. Dieses Phänomen hängt von zahlreichen Faktoren ab und unterliegt somit starken betriebsspezifischen Schwankungen. Wichtig ist, den Fruchttod möglichst früh zu diagnostizieren, um frühzeitig eingreifen zu können.

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